Dokumentation - duales Studium nach dem Ulmer Modell (Maschinenbau 2012)

Achtung, alle Angaben ohne Gewähr!


Auf dieser Seite möchte ich allen, die daran interessiert sind einmal dual zu studieren - und sich nichts darunter vorstellen können - einen kleinen Erfahrungsbericht von mir zum so genannten "Ulmer Modell" zur Verfügung zu stellen.
Das Ulmer Modell ist ein Projekt der Hochschule Ulm, bei dem man am Ende der Ausbildungszeit zwei Abschlüsse erhält. Zum einen den Facharbeiterbrief zum Industriemechaniker, zum anderen den Bachelor of Engineering Maschinenbau.
Dazu mehr auf der Website der Hochschule Ulm.


Bisheriger Ablauf des Studiums:

4 Monate Ausbildung zum Industriemechaniker im Partnerunternehmen
4 Wochen Berufschul-Blockunterricht in der Robert-Bosch Schule in Ulm
~ 2 Monate Ausbildung im Partnerunternehmen
Zwischenprüfung zum Industriemechaniker
1/2 Jahr Ausbildung im Partnerunternehmen
1 Semester Studium in der Hochschule
2 Wochen Berufschul-Blockunterricht in der Robert-Bosch Schule in Ulm
Im Moment: 1 Semester Studium in der Hochschule


Vermutlicher weiterer Ablauf:

~ 1/2 Jahr Ausbildung
3 Wochen Berufschul-Blockunterricht in der Robert-Bosch Schule in Ulm
Facharbeiter Abschlussprüfung zum Industriemechaniker
4 Semester (zwei Jahre) Studium in der Hochschule Ulm
Bachelorprüfung



Bericht Teil 1: Ausbildung:

Am dritten September 2012 war es dann endlich soweit...der Beginn der Ausbildung zum Industriemechaniker :)
Nach einer Führung durch den Betrieb, Einkleidung, Spindzuweisung und dem anderen üblichen Prozedere durfe ich dann mit meinem Ausbildungsprojekt, der "Presse" anfangen.
Hier einmal ein Bild der fertigen Presse aus dem Internet:

Die genauen Tagesberichte erspare ich euch hier, da es sonst einfach zu viel wird. Wer aber Genaueres wissen möchte kann mich gerne über das Kontaktformular anschreiben.
Im ersten halben Jahr habe ich die ganzen Grundlagen zur Metallbearbeitung durchgemacht. Zuerst ging es natürlich - wie überall - erst einmal ans feilen. Das hat sich zwar einigermaßen in Grenzen gehalten, war aber natürlich trotzdem mühsehlig. Sobald man dann geschafft hat, dass die Werkstücke beim Feilen immer winklig und eben wurden, durften wir - nach durcharbeiten eines Theorieteils und Einweisung - die restlichen Bauteile fräsen.
Außerdem gelernt: bohren, senken, reiben, Gewinde schneiden, drehen, sägen
Interessant wurde es dann jedoch, als mein Ulmer-Modell Vorgänger wieder in die Hochschule zum studieren musste. Ab diesem Tag war in der Lerwerkstatt die CNC-Fräsmaschine (DMU-50) ein bis zwei mal in der Woche (wenn die anderen Lehrjahre Berufschule haben) nicht mehr besetzt. Also habe ich mir (auf Anweisung) den CNC-Lehrgang-Ordner geschnapppt und angefangen mich einzuarbeiten. Das ging relativ zügig, da die Steuerung der Maschine sehr intuitiv aufgebaut ist. Mittlerweile bin ich in diesem Thema schon ziemlich fit und mache dort 1-2 mal in der Woche bereits Aufträge oder Teile für meine Presse.
Außerdem gelernt: CNC-Drehen, härten, biegen (warm)

Fortsetzung zur Ausbilung folgt sobald ich Zeit und Lust zum schreiben habe :P

Bericht Teil 2: Erster Berufschulblock:

07.01.13 Tag 1 # Heute war es dann soweit. Wieder zurück in die Robert-Bosch-Schule nach Ulm (Habe dort das Fachabitur im Berufskolleg 1+2 gemacht). Nach dem halben Jahr Ausbildung freut man sich auch den ganzen Tag mal wieder nur dazusitzen und sich von jemandem irgend etwas erzählen zu lassen :P Der Nachteil dabei ist nur, dass die Zeit nicht so schnell vorbei geht wie im Betrieb. Der Stoff wird ziemlich zügig durchgezogen, da man ja nur vier Wochen Zeit hat. Vieles davon haben wir aber in der Ausbildung bzw. im Berufskolleg davor schon gelernt und ich habe keine Probleme mitzukommen. Zum Stundenplan: Montag bis Donnerstag von morgens bis abends nur BTF. Das sind die ganzen Grundlagen zur Industriemechanikerausbildung (Berufsfachliche Kompetenz). Ist aber auch gut so. So wird schon keine Zeit für Mathe und das ganze Zeugs verschwendet, das in der Hochschule später sowieso noch bis zum abwinken drankommt. Freitags haben wir immer Werkstatttag. Ich vermute mal, da gehen wir das ganze einfach nochmal in der Praxis durch. (drehen, fräsen, etc.) Meine Klasse ist soweit ich das bis jetzt erkennen kann auch ganz cool. Fazit: Mal wieder alles so gelaufen, wie es sollte.

08.01.13 Tag 2 # Soweit nichts Besonderes...ganz normaler Unterricht. Wir haben die Grundlagen zum Zerspanen, Zeichnung lesen usw. durchgenommen. Das wird in nächster Zeit vermutlich auch noch so bleiben. Ich melde mich wieder, wenn es etwas Besonderes gibt ;)

18.01.13 Tag 10 # Bis jetzt hatten wir wie vorausgesagt nur "normale" Theorie. Heute hatten wir dann unseren zweiten Werkstatttag. Morgens haben wir das Thema Kleben behandelt. Nach einem kurzen Theorie Teil durften wir Klebeversuche mit unterschiedlichen Klebstoffen durchführen und anschließend die Belastbarkeit auswerten. (Zugversuch mit Prüfmaschine)

Fortsetzung folgt...wenn ich mal wieder Lust zum schreiben habe



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